Event Thusis
Trio "en vogue"
Beschreibung
Das Trio "en vogue" mit Roberto Cuervo, Oboe, Franco Mettler, Klarinette und Gion-Andrea Casanova, Fagott bilden zusammen mit dem Akkordeonisten Thomas Weber und der wunderbaren Sängerin Astrid Alexandre «gourmandises francaises»! Die drei Bäser spielen Kompositionen aus den 1920er-Jahren. Der Akkordeonist Thomas Weber spielt dazwischen Musettes, wie sie damals an den kleinen Tanzveranstaltungen, den sogenannten "bal musette" zum Tanz erklungen sind. Und Astrid Alexandre singt "Chansons" in eigenwilligen Arrangements von Eric Satie, Francis Poulenc, Charles Trenet u.a.
In den 20er-Jahren befand sich das musikalische Paris in einer Art "kulturellen Revolution". Man wollte vom Impressionismus von Debussy aber auch von Wagner weg, hin zu einer neuen konkreten, klaren Musik. Aber nicht nur die Komponisten waren auf der Suche, auch die Musiker und mit ihnen die Instrumentenbauer erfanden neue Instrumente und versuchten vorhandene zu verbessern. Die Holzblasinstrumente rückten in puncto Flexibilität und Virtuosität den Streichinstrumenten und dem Klavier näher. So verwundert es nicht, das um 1920, als die jungen Komponisten die neuen Instrumente aufgriffen, um neue Musik zu schreiben, eine grosse Anzahl von französischen Werken für das "Trio d’anches" entstanden. "Trio d’anches" ist die französische Bezeichnung für ein Rohrblatt-Trio und steht in der Regel für die Besetzung Oboe, Klarinette und Fagott und galt lange Zeit als "typisch französische" Besetzung. Während dieser Zeit emigrierten auch viele aus der Auvergne, eine ärmliche und bergige Gegend im Herzen des französischen Zentralmassivs, nach Paris. Das populäre Musikinstrument dort war die Musette, eine kleine Sackpfeife oder Dudelsack, womit auvergnische Musik gespielt wurde. Es entstanden kleine Tanzveranstaltungen, die sogenannten "bal musette", die bei den Parisern sehr beliebt waren. Anfang des neuen Jahrhunderts kamen auch italienische Arbeiter in die Stadt und mischten sich mit ihren kleinen diatonischen Akkordeons unter die auvergnische Tanzszene, was nicht immer ganz friedlich vor sich ging. Es dauerte allerdings nicht mehr lange bis die Sackpfeife vollends vom Akkordeon verdrängt war und das diatonische durch das grössere, chromatische Knopfakkordeon ersetzt wurde – die wesentlichen stilprägenden Elemente des Musettewalzers waren geboren.
Der französische Begriff Chanson war ursprünglich eine dem deutschen "Lied" ähnliche Sammelbezeichnung für Gesänge der verschiedensten Art, die sowohl das Kunstlied des Mittelalters wie auch das Volkslied in seiner historischen Gestalt umfasste. Im 20. Jahrhundert sollte dann das Chanson, zumeist mit literarisch hohem Anspruch, für die populäre Kultur Frankreichs typisch werden. Charles Trenet prägte einen Interpretationsstil, der auf der persönlichen Ausstrahlungskraft des Interpreten basiert und seither zum Chanson dazugehört. Neben ihm war es vor allem Edith Piaf und Raymond Asso die mit diesem Interpretationsstil dem Chanson zum Durchbruch verhalf.
Reservation erwünscht.
Veranstaltungsort
Kino Rätia Bühne
Obere Stallstrasse 14, 7430 Thusis
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